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 Aus der Geschichte des  Karnevalverein 1840 e.V. Neustadt

 Die Geschichte des KVN ist zugleich  auch ein Stück Stadtgeschichte von Neustadt und begann mit der Vereinsgründung durch fasnachtsbegeisterte Bürger, an ihrer Spitze Johann Casimir genannt „Goswin“ Tischleder. Dieser 21-jährige, engagierte Sohn einer Gutsbesitzerfamilie war in den ersten Jahren Präsident und Motor des Vereins. Leider starb er schon 1845. Auf ihn lässt sich auch die Einführung des Neustadter Narrenpasses zurückführen. Diese Ausweispapiere wurden in den Jahren 1842 – 1931 für alle Aktiven ausgegeben und hatten Gültigkeit bis Aschermittwoch.

Am Fasnachtssonntag 1895 fuhr ein Sonderzug des KVN nach Kaiserslautern, wo dann am Bahnhof und später in der Fruchthalle karnevalistische Konzerte und Reunions abgehalten wurden.

Zur Jahrhundertwende 1900 veranstaltete der KVN einen Narrenzug mit 76 Gruppen und rund 30.000 Zuschauern aus nah und fern.

Das Jahr 1934 brachte zwei noch heute wichtige Änderungen hervor: der bisherige Prinz Karneval bekam den Titel „Prinz Vino Palatina“ und das immer noch aktuelle Vereinswappen mit dem Untertitel   „IN VINO VERITAS“  wurde vorgestellt.

1937 war der KVN mit 3 Vertretern bei der Gründung des Bund Deutscher Karneval (BDK) in München anwesend.

In Jahr 1939 wurde der Schlachtruf „Neu-Wei“ (Neustadt Weinstrasse) verkündet. Ausserdem wurde in diesem Jahr das 99-jährige Jubiläum des Vereins gefeiert. In den folgenden Kriegsjahren wurde das fasnachtliche Brauchtum eingestellt und erst wieder in 1947 zu Leben erweckt.

1949 wurde der erste weibliche Prinz Vino Palatina vorgestellt, dem bis heute 55 weibliche und 4 männliche Prinzen, sowie 3 Prinzenpaare folgten.

In der Kampagne 1954 / 55 hat der damalige Präsident Hans Lührs zusammen mit dem Oberbürgermeister Edwin Hartmann die Schlüsselgewalt bis Aschermittwoch ins Leben gerufen.

Als im Jahr 1980 der Saalbau aufgrund eines Grossbrandes für mehrere Jahre nicht zur Verfügung stand konnte der KVN aber trotzdem seine Prunksitzungen abhalten, nämlich in der Gimmeldinger Meerspinnhalle, die seit einigen Jahren wieder zum festen Domizil wurde.

Seit 1985 wurde der Saalbau wieder für Veranstaltungen genutzt.

Das 150-jährige Jubiläum wurde 1991 mit grossem Aufwand im Hambacher Schloss gefeiert. Die anschließende Kampagne fiel dem Golfkrieg zum Opfer und stürzte den KVN in finanzielle Schwierigkeiten (wie viele andere Vereine auch) da die entsprechenden Einnahmen fehlten.

1997 wurde der lange gehegte Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim wahr und das „Narrenstübchen“ in der Fröbelstrasse gekauft.

2003 war ein turbulentes Jahr in der Vereinsgeschichte, denn nach internen Meinungsverschiedenheiten spaltete sich ein Teil der Mitglieder vom KVN ab und gründete einen neuen Verein.

Trotz allem kann der KVN in der Kampagne 2009 / 2010 sein 170-jähriges Jubiläum feiern und ist stolz auf seine Aktiven, die mehr als die Hälfte der Mitglieder (z.Zt. ca. 190 Mitglieder) ausmachen. Diese sind in den tanzenden Gruppierungen (Purzel-, Jugend-, Junioren-, Prinzengarde, Tanzmariechen, Showtanzgruppe und Narrenballett), im Elferrat und im Helferkreis präsent und unterstützend tätig.

 

Dieser kurze Abriss über die Vereinsgeschichte des KVN soll Sie neugierig machen und dazu animieren, einen der ältesten Karnevalverein der Vorderpfalz näher kennen zulernen.

 

Kommen Sie zu uns – feiern Sie mit uns

- wir freuen uns auf Sie !